Missionsreise Juni 2009
Am 16.06.2009 starteten wir,Beate Katona,Lilli + Thomas Ruddies, zu einer weiteren Reise nach Moldawien.Unser Anliegen war bei dieser Reise,die 2.te Suppenküche im Raum Pelinia fertig -zustellen.Der einfachste und schnellste Weg nach Pelinia zu gelangen geht über Frankfurt.Flug nach Chisinau,der Landeshauptstadt von Moldawien.Von dort per Pkw 120 km nach Norden.
Entspricht 2,5 h Autofahrt.Schlafen dürfen wir im Gästehaus.Auch dieses mal werden wir mit viel Freude am Flughafen von Ionel abgeholt.Dieses mal müssen wir nicht zuerst tanken, auch muß das Auto nicht erst mal repariert werden.Und doch,als Ionel am Flughafen ankommt, riecht das Auto nach ange-zogener Handbremse oder sowas! Ich habe das Gefühl die Strassen sind schneller geworden.Weniger Löcher und so.Nur beim Aussteigen aus dem Flugzeug empfing uns ein heisser Ostwind,der den Atem stocken ließ.Am Zoll haben wir unsere ureigenste Methode um an der Gepäckkontrolle vorbeizukommen. Lilli geht als Erste auf den Zollbeamten zu,mit ihrem freundlichsten Lächeln und hebt unsere 3 Reisepässe hoch.Was dann geschieht,verstehe ich also nicht so ganz? Der Zollbeamte lächelt auch und winkt uns an der Gepäckkontrolle vorbei.
Finde ich sehr freundlich.Denn alle anderen Mitreisenden müssen zur Gepäckkontrolle.Wir haben unsere zig Kilo Übergewicht unangefochten ans Ziel gebracht.Spiel+Bastelsachen für Kindergärten.Geschenke für unsere lieben Freunde dort.Am nächsten Morgen gilt unser erster Besuch der fast vollendeten Suppenküche.Was noch fehlt ist die komplette Gasheizung,Tapeten für den Speiseraum,1 abschliessbarer Schrank für Putz-+Reinigungsmittel.Wir übergeben aqn Ionel,den Gemeindeleiter und Bezirkspastor von Pelinia,1000,-€uro.
Damit kann er diese Suppenküche komplett fertigmachen.Am Abend besuchen wir den Gottesdienst in der Gemeinde in Pelinia.Das Thema war:
"Wie reinige ich meine Seele?"
Der Donnerstag war ein Lebensmittel-Einkaufstag für Familien.Dazu waren wir in der" Metro"in Balti,weil dort Großgebinde zu kriegen sind. Danach waren wir in einem der 4 Kindergärten in Pelinia.Dieser besteht aus 7 Gruppen.
Dieser Kindergarten besitzt so gut wie kein Material zum Spielen oder Basteln.
Im Kiga sind 120 Kinder im Alter von 1,5 bis 6 Jahre. Diese Erzieherinnen und die Kinder bringen oft das Material zum Spielen und Basteln selber mit.Wir lösten große Freude aus, als wir Buntstifte,Scheren,Bastelpapier und Spiele übergeben konnten. Unser nächster Besuch galt einer Familie mit 6,bald 7 Kindern in Drochia Stadt.Diese Familie wird schon seit 6 Jahren von uns betreut.Im letzten Jahr besorgten wir 2 Ziegen für sie,da Ziegenmilch das Nahrhafteste ist, was man den Kindern geben kann.Grundnahrungsmittel,wie Öl,Mehl,Zucker,Salz,und Süßigkeiten für die Kinder,aber auch ein kleiner Geldbetrag hilft fürs erste übern Berg.
Im Dorf Drochia war unsere nächste Station: Der Besuch der neuen Gemeinde wo wir im Gottesdienst unserenBrüdern und Schwestern am Wort dienten.Thema: Licht und Salz(Bergpredigt).Das obligatorische Essen bei einer Familie mit 4 Kindern, rundete
mit einer kleinen Gabe an diese Familie den Tag ab.Am Freitag besuchten wir Familien die am Rande jeglicher Existenz leben.6 Kinder werden von der Mutter ,die krank ist,erzogen.Der Vater hat massive Alkoholprobleme.Auch hier findet unsere Versorgung mit Lebensmitteln, und Bargeld für die Mutter,ein bischen Hilfe.Bei der nächsten Familie liegt der Vater mit Gehirntumor im Bett.Er ist ein Pflegefall,die Frau muß aufs Feld und die ganze Arbeit machen.Unser Tropfen auf den heissen Stein ist auch hier große Hilfe.
Am Nachmittag besuchen wir eine neue Städt.Einrichtung in Pelinia.Dort wohnen Strassenkinder,Waisenkinder,Behinderte,
alte Leute,alle unter einem Dach.Wir sind auch hier aufs herzlichste Willkommen.Aber auch hier,der totale Notstand an Nähmaterial,Spiele
und Bastelzeug.Das Personal gibt sich alle Mühe.Aber die Stadt war nur für den Hausbau zuständig.Alles andere muß mühsam oder kann überhaupt nicht besorgt werden.Auch hier wird eine Kooperation mit der Suppenküche stattfinden.Am Abend war dann wieder Gottesdienst unter dem Thema:"Näher zu Dir Gott".Der Samstag war dann etwas ruhiger.Wir konnten diese Hitze wirklich nur im Schatten genießen,keine Abkühlung in Sicht.Die Frau vom Pastor zeigte uns die Kartöffelchen,welche ohne Regen überhaupt nicht wachsen.Auch dem Pastor Ionel sein neues Gurken-gewächshaus durften wir besichtigen. Er beschickt den Gemüsemarkt damit und hat so ein kleines Zusatzeinkommen.
Am Sonntag war der Gottesdienst in Pelinia angesagt.Am Mittag gings gleich nochmals ins Dorf Drochia zum zweiten Gottesdienst.Und auch an diesem Tag mindestens 35 Grad C.Am Montagmorgen besuchten wir nochmals eine Familie in bitterer Armut.Mann hat Krebs, Frau muß arbeiten, 5 Kinder, unklare Familienverhältnisse.Kein Strom,kein Wasser,aber Läuse ohne Ende.Unsere Grundversorgung fand großen Anklang.Auch der minimale Geldbetrag trug dazu bei,daß der Mann in die Stadt fahren konnte,zur ärtzlichen Versorgung seines Leidens.Am Abend war dann noch Frauenabend,der von Lilli und Beate durchgeführt wurde.Thema: "Beziehung".Es wurden dann noch die Koffer gepackt.An Schlafen war nicht zu denken,denn um 2 Uhr begann die Fahrt auf den Flughafen zur Heimreise.Um 9.30 waren wir wieder in unserem vertrauten Heim angelangt.Wir konnten an unsere Spender und Gönner viel Dank und Grüße weitergeben aus dem Armenhaus Europas.
